Wärmewende im ländlichen Raum: Kriterien neu gewichten (24.06.2020)

Deutscher Verband Flüssiggas appelliert in Mitgliederversammlung an Bundesregierung

Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) hat im Rahmen seiner digitalen Mitgliederversammlung an die Bundesregierung appelliert, bei der Fortschreibung der Energiewende im Wärmemarkt des ländlichen Raumes die Kriterien neu zu gewichten. Dabei verwies der DVFG insbesondere auf die durch Covid-19 belastete Einkommenssituation vieler Haushalte.

„Bei künftigen Förderungsmaßnahmen für eine schnellere Energiewende im Wärmemarkt sollte die Bundesregierung die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum stärker berücksichtigen und dabei nach neu gewichteten Kriterien vorgehen“, erklärte der DVFG-Vorsitzende Rainer Scharr in der digitalen Mitgliederversammlung des Verbandes. „Maßgeblich sollte aktuell vor allem die Frage sein: Welcher Energieträger bietet einen relevanten CO2-Vorteil und steht zugleich preiswert zur Verfügung?“ Scharr erinnerte daran, dass zahlreiche Haushalte durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie finanziell belastet seien. „Nach dem Willen der Bundesregierung sollen ab 2026 Erdgas- gegenüber Ölheizungen privilegiert werden. Flüssiggas in diese Privilegierung aufzunehmen, wurde bislang versäumt – dabei wäre der leitungsunabhängige Energieträger für den ländlichen Raum die preiswerteste CO2-reduzierte Alternative zum Heizöl“, erläuterte Scharr. Durch einen konsequenten Wechsel von Heizöl zu Flüssiggas in Haushalten ohne Zugang zum Erdgasnetz könnten pro Jahr vier Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Flüssiggas sei dabei auf lange Sicht zukunftsfähig, denn es könne mit modernsten technologischen Anwendungen und in Kombination mit erneuerbaren Energien genutzt werden, so Scharr.

Quelle: Deutscher Verband Flüssiggas e.V.

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